Impressionen des Spiels in Rudolstadt

Posted by KRC Kipfenberg on Sonntag, 22. Januar 2017

Kipfenberger Kegler zittern sich zum Sieg – Damen kegeln Remis

Nach drei Niederlagen in Serie und teilweise mäßigen Leistungen reiste das Bundesliga Team vom KRC Kipfenberg nicht gerade mit breiter Brust nach Thüringen zum ESV Lok Rudolstadt. Für die Rudolstädter wird die Luft am Tabellenende immer dünner, denn mit nur 2 Punkten aus 11 Spielen und 9 Niederlagen in Folge rückt der Abstieg immer näher. Noch dazu mussten die Gastgeber im Spiel gegen Kipfenberg auf ihren besten Kegler Daniel Barth (612 Holz Schnitt) verzichten. Ohne große Höhepunkte lebte der Kampf von der Spannung und am Ende konnte Kipfenberg mit 6:2 einen glanzlosen aber wichtigen Sieg feiern.

Wieder wurden die Kipfenberger Damen bis zum Schluss auf die nervliche Zerreißprobe gestellt. In einem spannenden Kampf gegen den TuS Fürstenfeldbruck bei einer Holzniederlage von 3167:3173 doch noch zu einem Punktgewinn.

 

12. Spieltag 1. Bundesliga Herren 120

ESV Lok Rudolstadt – KRC Kipfenberg 2:6 (13:11/3337:3388 Holz)

In der Anfangsphase gaben die Gastgeber klar den Ton an und konnten sich nach zwei Durchgängen einen Vorteil von 38 Holz erarbeiten. Zur Hälfte der Startpaarung lag Alexander Stephan gegen Lars Bliesath mit 0:2 und 290:301 Holz zurück. Auch Dietmar Brosi kam  bei eisigen Temperaturen nicht voran und lag mit 0:2 und 278:304 Holz gegen Gregor Kunstmann im Hintertreffen. In der zweiten Hälfte tauten die Kipfenberger langsam auf und die Gastgeber brachen wie auf dünnem Eis förmlich ein. „Axel“ Stephan holte sich mit 146:143 Holz knapp den dritten Durchgang und zog auf den letzten 30 Schub noch an seinem Gegner mit starken 157 Holz vorbei. Mit 2:2 in den Sätzen und 593 Holz holte Alexander Stephan gegen Lars Bliesath (583 Holz) doch noch den erhofften Mannschaftspunkt. Dietmar Brosi nutzte den Totaleinbruch gnadenlos aus und hatte das bessere Ende für sich. Mit 2:2 und 567 Holz kam Dietmar Brosi gegen Gregor Kunstmann (549 Holz) doch noch zum Punktgewinn. Kipfenberg konnte nach schwachem Beginn den Kampf an sich reißen und ging mit 2:0 und 36 Holz in Führung. Die Gastgeber waren nach dieser Berg und Talfahrt sichtlich angeschlagen und das wollten die Altmühltaler weiterhin ausnutzen. Im zweiten Drittel erwischte Kipfenberg mit Christopher Kratz (148:133 Holz) und Mario Strauß (155:154 Holz) den besseren Start und baute die Führung auf 52 Holz aus. Die folgenden Durchgänge waren alle ziemlich ausgeglichen, aber die Ergebnisse gingen weit auseinander. Christopher Kratz zeigte auf den eher „schwerfälligen“ Bahnen eine konstant starke Leistung und gewann gegen Thomas Kerntopf (549 Holz) klar mit 4:0 und sorgte mit 604 gefallenen Kegeln für den Tagesbestwert. Leider ging es für Mario Strauß in die andere Richtung und er musste sich mit 1:3 und mageren 524 Holz gegen Felix Gießler (557 Holz) geschlagen geben. So gesehen hatte sich nach dem Mittelabschnitt des Kampfes nicht viel verändert, denn mit 3:1 und 58 Holz blieb Kipfenberg weiter in Führung. Nun mussten Jürgen Stahl gegen Alexander Conrad und Michael Schobert gegen Marcus Lämmerhirt die Führung verteidigen, um den Vorsprung für Kipfenberg ins Ziel zu bringen. Der Kampf ging in die entscheidende Phase und der Gastgeber setzte Kipfenberg unter Druck. Jürgen Stahl hielt nach zwei Durchgängen mit 295:311 Holz stark dagegen, lag aber mit 0:2 zurück. Im anderen Duell lag Michael Schobert bei einem 1:1 mit 271:265 Holz noch leicht in Führung. Danach spitzte sich die Lage immer mehr zu, denn mit einem schwachen Durchgang von 248:270 Holz konnten die Thüringer auf 26 Holz verkürzen. Kipfenberg reagierte und für Michael Schobert kam Patrick Scholler für den letzten Durchgang ins Spiel. Bei Jürgen Stahl war der Punktgewinn nicht mehr möglich, er konnte nur noch den Schaden in Grenzen halten. Patrick Scholler musste ein 1:2 und 5 Holz aufholen, um eine mögliche Niederlage zu verhindern. Die wenigen mitgereisten Kipfenberger Fans mussten eine nervliche Höchstleistung erbringen und feuerten ihre Kegler Schub für Schub bis zum Schluss an. Es zahlte sich aus, denn die besseren Kraftreserven hatte Kipfenberg noch auf Lager und der letzte Durchgang ging mit 286:261 Holz an Kipfenberg. Jürgen Stahl konnte am Ende das 0:4 mit 562 Holz gegen Alexander Conrad (591 Holz) locker verkraften. Im anderen Kräftemessen kamen Michael Schobert und Patrick Scholler mit 2:2 gegen Marcus Lämmerhirt (516 Holz) auf 538 Kegel. Die Rudolstädter boten ihr schlechtestes Heimspiel und daraus konnte Kipfenberg Kapital schlagen. Auch wenn ein klares 6:2 für Kipfenberg steht, Rudolstadt hätte den Kampf ebenso gewinnen können. Nach diesem Zittersieg konnte sich Kipfenberg mit 12:12 Tabellenpunkten auf den 6. Tabellenplatz verbessern. Es stehen noch 6 Spieltage auf dem Programm und bei 10 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz kann Kipfenberg schon für die nächste Bundesligasaison in Planung gehen.

Am 4. Februar hat Kipfenberg Heimrecht und erwartet den Tabellennachbarn Auf geht`s Donauperle Straubing (10:14 Tabellenpunkten) auf den Birktalbahnen. Die Straubinger sind nach drei Niederlagen in Folge in der Tabelle abgerutscht und möchten die Negativserie in Kipfenberg beenden. Im Bundesligavergleich beider Mannschaften steht es 2:1 für Straubing.

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Damen Landesliga Süd

KRC Kipfenberg- TuS Fürstenfeldbruck 4:4 (13,5:10,5/3167:3173 Holz)

Beide Mannschaften wollten sich mit einem Sieg im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen. Das konnten die Gäste in der Anfangsphase besser umsetzen und gingen bei einem 1:1 mit 43 Holz in Führung. Daniela Lindner hatte Laura Krüger (525 Holz) jederzeit im Griff und siegte mit 3:1 und 551 Kegeln. Einen schwereren Stand hatte da schon Steffi Klüber gegen Sandra Krüger (598 Holz), denn mit 1:3 und 529 Holz musste sie die Segel streichen. In der Mittelpaarung lagen beide Kipfenberger Keglerinnen vor dem letzten Durchgang mit 2:1 in Front und auch der Holzrückstand wurde auf 17 Holz verringert. Die Aufholjagd hinterließ Spuren und die Gäste konnten sogar auf 51 Holz davon ziehen. Natalie Papp kegelte sehr gut, hatte aber im letzten Durchgang einen Einbruch und kam so nicht über 513 Holz hinaus. Das Positive war gegen Rita Krüger (482 Holz) der Punktgewinn mit 2:2 durch das bessere Holzergebnis. Anja Pätzold konnte Brunhilde Kostic (549 Holz) nicht mehr halten und gab mit einem 2:2 und 510 Holz ihren Punkt ab. Vor dem Schlussdrittel stand es 2:2 bei einem Holzrückstand von 51 Kegeln aus Kipfenberger Sicht. Yaniris Gößl-Tineo gewann den ersten Satz mit 138:124 Holz, aber Manuela Strauß hatte mit 106:126 Holz einen schlechten Start. Ein Punktgewinn rückte durch die 57 Holz Rückstand in immer weitere Ferne. Das Kipfenberger Schlusspaar kämpfte, holte sich den zweiten Satz mit 272:236 Holz und es keimte wieder Hoffnung auf. Jetzt wurde es wieder richtig spannend, denn auch Satz Nummer drei ging mit 293:279 Holz an die Gastgeberinnen und Fürstenfeldbruck hatte nur noch einen Holzvorteil von 7 Kegel. Die Entscheidung zwischen Sieg oder Niederlage rückte immer näher, die Gäste verteidigten den Holzvorteil mit aller Macht, was ihnen auch mit Glück und Geschick gelang. Am Ende aber wurden die Punkte geteilt, weil beide Kipfenberger Damen ihre Punkte holten und zum 4:4 ausgleichen konnten. Yaniris Gößl-Tineo zeigte eine starke Leistung und gewann ihr Duell gegen Simone Thanner (536 Holz) mit 3:1 und 562 gefallenen Kegeln. Auch Manuela Strauß setzte sich mit 2,5:1,5 und 502 Holz gegen Nadine Prehl (483 Holz) durch. Ob es für Kipfenberg am Ende ein verlorener oder gewonnener Tabellenpunkt war, wird sich in der Abschlusstabelle am Saisonende zeigen. Die Moral und der Zusammenhalt in der Mannschaft stimmt und mit etwas mehr Glück werden die Kipfenberger Damen auch wieder als Siegerinnen von der Bahn gehen können.

Am 5.Februar müssen die Kipfenberger Damen (10:14 Tabellenpunkten ) zum SKK Oberlauterbach (10:12 Tabellenpunkten) reisen. Beiden Mannschaften würde ein Sieg im Abstiegskampf enorm weiterhelfen oder es wird wieder ein Remis.

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