Kipfenberg setzt Nadelstiche mit tiefer Wirkung – Damen gewinnen spannende Partie

Kipfenberg (mrt)

Nach dem wichtigen Heimsieg von letzter Woche konnten die Bundesliga Kegler vom KRC Kipfenberg die Reise nach Hessen zum SKC Nibelungen Lorsch ohne großen Erfolgsdruck antreten. Kipfenberg gab die Favoritenrolle gerne an den Tabellendritten ab und setzte immer wieder kleine Nadelstiche mit großer Wirkung. Nach einer spannenden Begegnung und einem fulminanten Schlussspurt konnte Kipfenberg erstmals bei den Hessen als Sieger die Bahnen verlassen.

Auch im Damenlager gab es nach einer spannenden Begegnung im Heimspiel gegen die Germanen aus München Grund zum feiern.

8. Spieltag 1. Bundesliga Herren 120

SKC Nibelungen Lorsch – KRC Kipfenberg 2,5:5,5 ( 13:11/3617:3645 Holz)

Der KRC Kipfenberg konnte nach langer Zeit mal wieder in Bestbesetzung antreten, während die Gastgeber auf ihren besten Kegler Jochen Steinhauer (Gesamtschnitt 630 Holz) verzichten mussten. Auf den sehr gut fallenden Bahnen ging es gleich zur Sache. Wie so oft erwischte Kipfenberg den besseren Start und ging mit 331:297 Holz in Führung. Danach konnten die Gastgeber immer mehr Paroli bieten und glichen nach den Sätzen aus. Christopher Kratz lag zur Halbzeit mit 316 Holz gegen Jurek Osinski (308 Holz), der einen Heimschnitt von 663 Holz aufweisen konnte, mit 1:1 und 8 Holz leicht im Vorteil. Auch Dietmar Brosi hatte bei einem 1:1 gegen Michael Schmitt (302 Holz) mit 324 Kegel einen Holzvorteil. Im dritten Durchgang hatten sowohl Kratz mit 142:144 Holz als auch Brosi mit 130:145 Holz einen ordentlichen „Durchhänger“, den die  Gastgeber aber nicht richtig ausnutzen konnten. Jetzt waren im letzten Durchgang wieder die Altmühltaler am Zuge und die Hessen verfielen in einen kleinen Winterschlaf. Mit 144:128 Holz konnte Christopher Kratz zum 2:2 ausgleichen und holte sich mit 602 Kegel gegen Jurek Osinski (580 Holz) einen unerwarteten Mannschaftspunkt. Auch Dietmar Brosi nutzte die Schockstarre von Michael Schmitt (577 Holz) mit 176:130 Holz eiskalt aus und sicherte mit 2:2 und starken 620 gefallenen Kegeln den zweiten Punkt. Das mussten die Hessen erst einmal verdauen, denn ein 0:2 und 65 Holz Rückstand war gegen Kipfenberg wohl nicht eingeplant. In der Mittelachse wollte Kipfenberg mit Patrick Scholler und Alexander Stephan für die Vorentscheidung sorgen, was aber nur auf der ersten Bahn gelang. Patrick Scholler hatte gegen Frank Gutschalk einen schweren Stand und lag nach 60 Schub mit 0:2 und 271:321 Holz schon beträchtlich zurück. Im anderen Duell lag Alexander Stephan mit 1:1 und sehr starken 334 Holz gegen Walter (317 Holz) sehr gut in der Spur, aber die Gastgeber konnten auf 32 Holz verkürzen. Nun hielt das Kipfenberger Mittelpaar mit 313:318 Holz sehr gut dagegen, was im letzten Durchgang völlig daneben ging. Mit 272:321 Holz konnte der Holzvorteil nicht mehr gehalten werden und die Hessen waren wieder im Spiel. Patrick Scholler kam mit 0:4 und 559 Holz gegen Frank Gutschalk (646 Holz) arg unter die Räder und war sichtlich enttäuscht. Den schon sicher erwarteten Mannschaftspunkt musste Alexander Stephan mit einem Remis von 2:2 und trotz starken 631 Holz mit Holger Walter (631 Holz) ungern teilen. Nach dieser Berg- und Talfahrt lag Kipfenberg immer noch mit 2,5:1,5 Punkten in Führung, doch die Gastgeber hatten mit 22 Holz die Nase vorne. Eine dramatische und spannende Schlussphase bahnte sich an, in der die Lorscher die Führung auf 39 Holz erhöhten. Michael Schobert (301 Holz)  konnte sich von 138 Holz auf 163 Holz steigern und bekam Thorsten Gutschalk 276 Holz immer besser in den Griff. Jürgen Stahl dagegen lag mit 294 Holz gegen Andreas Dietz (330 Holz) mit 0:2 zurück. Kipfenberg lag aber immer noch mit 33 Holz im Hintertreffen, was den Gastgebern zwei weitere Mannschaftspunkte für den Sieg einbringen würde. Das Gastgeberduo war sich seiner Sache wohl zu sicher, hatte die Rechnung aber ohne Kipfenberg gemacht. Der dritte Durchgang ging mit 317:271 Holz an die Bayern. Jetzt hatten Kipfenberger Akteure mit 13 Holz Vorsprung wieder Oberwasser bekommen und sie setzten noch eine Schippe drauf. Die letzte Bahn stand im Zeichen von Michael Schobert , denn mit überragenden 184:164 Holz führte er sein Team unter Mithilfe von Jürgen Stahl (137:142 Holz) zum überraschenden Erfolg. Gegen Thorsten Gutschalk (578 Holz) kam Michael Schobert mit einem klaren 4:0 auf sehr starke 642 Holz. Jürgen Stahl verlor sein Duell mit 1:3 gegen Andreas Dietz (605 Holz).  Er konnte aber  den Schaden mit 591 Holz in Grenzen halten. Die Nadelstiche von Kipfenberg zeigten Wirkung und die Gastgeber mussten Kipfenberg mit zwei Tabellenpunkten im Gepäck abreisen lassen. Mit 10:6 Tabellenpunkten hat sich Kipfenberg auf den vierten Tabellenplatz verbessert und spielt  in der Kegel Bundesliga eine immer bessere Rolle.

Jetzt hat die Liga eine Woche Pause, dann kommt es zum Spitzenspiel auf den Kipfenberger Birktalbahnen.

Am 3. Dezember um 14 Uhr wird der Serienmeister und derzeitige Tabellenführer Rot Weiß Zerbst erwartet. Die Zerbstler stehen immer noch mit lupenreiner Weste an der Tabellenspitze und haben wohl noch ein kleine Rechnung aus der vergangenen Saison offen. Die Kipfenberger Kegler können ganz gelassen in die Partie gehen und den Ligaprimus vielleicht wieder ein bisschen ärgern.

Download “Spielbericht Lorsch KRC 19.11.2016”

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Landesliga Damen:

KRC Kipfenberg – SKC Germanen München 5:3 (11:13/ 3173:3163 Holz)

Nach der desolaten Leistung und der 0:8 Pleite am vergangenen Spieltag beim Tabellenletzten wollten die abstiegsbedrohten Kipfenberger Damen den Anschluss ans Mittelfeld nicht verlieren. Dazu musste aber gegen den Tabellensechsten Germanen München eine enorme Leistungssteigerung erbracht werden.

Nach Worten ließen auch die Damen in der Startpaarung Taten folgen und legten einen guten Grundstein für den weiteren Verlauf. Anja Pätzold kegelte sehr gleichmäßig gut und konnte sich so mit 1:3 und 543 Holz gegen Andrea Kubitschek (514 Holz) durchsetzen. Steffi Klüber gewann die ersten beiden Sätze und legte sich ein 20 Holz Polster an, das sie am Ende souverän verteidigte. Mit 2:2 und 553 Holz erkämpfte sich Steffi Klüber gegen Kathrin Merettig (538 Holz) den zweiten Mannschaftspunkt und erhöhte den Holzvorteil auf 44 Kegel. In der Mittelachse war Natalie Papp dem Punktgewinn sehr nahe, aber mit 117:139 Holz im letzten Durchgang war dieser Punkt nicht mehr zu gewinnen. Mit 1:3 und 511 Holz zog Natalie Papp gegen Susanne Augustin (521 Holz) den Kürzeren. Im anderen Duell tat sich Ulrike Müller sehr schwer, um gegen Berit Weschenfelder (535 Holz) bestehen zu können. Am Ende musste Ulrike Müller mit 1:3 und 493 Holz den Punkt ihrer Gegnerin überlassen. Die Gäste konnten zum 2:2 ausgleichen und hatten vor dem Schlussdrittel einen 8 Holz Vorsprung. Schon eine Bahn später konnte das Kipfenberger Schlusspaar mit 285:256 Holz die Führung mit 21 Holz zurück erobern. Auch der zweite Durchgang ging mit starken 291:255 Holz an die Gastgeberinnen, was einen Vorteil von 57 Kegel bedeutete. Alles deutete auf einen Befreiungsschlag für Kipfenberg hin, denn vor der letzten Bahn lagen die Damen mit 61 Holz in Führung. Aber leider weit gefehlt, denn plötzlich ging nicht mehr viel zusammen und die Kipfenberger Damen mussten um die wichtigen Punkte mächtig zittern. Mit 244:295 Holz ging der letzte Durchgang an die Münchnerinnen, doch zum Glück war das Polster groß genug, um noch die zwei Punkte fürs bessere Gesamtergebnis zu sichern. Yaniris Gößl-Tineo erreichte mit 3:1 gegen Ann-Britt Pröll (524 Holz) mit starken 558 Holz den Tagesbestwert. Manuela Strauß konnte mit 515 Holz die persönliche 1:3 Niederlage gegen Claudia Weiß (531 Holz) verkraften. Mit diesem am Ende glücklichen aber verdienten Sieg konnte der Anschluss ans Mittelfeld hergestellt werden.

Am letzten Spieltag der Vorrunde muss Kipfenberg in zwei Wochen nach Nördlingen reisen.

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